Zwei Geniestreiche ermöglichen schmeichelhaftes Unentschieden.

4. Spieltag: SV Fortuna I – TuS Lübeck 2:2 (0:1)

tus_fbJohannes Borrmann bei einem seiner gefürchteten Abschläge. (Foto: Maximilian Blendowski)

Nach dem überzeugenden Auswärtssieg in Ratzeburg ging es für unsere Fortuna auf eigenem Geläuf mit dem TuS Lübeck erneut gegen einen Aufsteiger. Wie auch schon im ersten Ligaheimspiel war es für den Gastgeber ein zähes Ringen – erst recht als man, wie auch schon gegen die Inselstädter, wieder einmal nach einer einstudierten Eckballvariante mit 0:1 ins Hintertreffen geriet. Gegen gut gestaffelte Gäste mühten sich die Fortunen weiterhin, ins Spiel zu kommen und gingen mit dem Rückstand in die Pause.

Da die Marlikicker ein ums andere Mal am wieder gut aufgelegten Torwächter Johannes Borrmann scheiterten und eine Vorentscheidung verpassten, kam es nach gut einer Stunde zum Kanonenschlag und Hallo-Wach-Signal für alle Fortunen. Aus 25 Metern in halblinker Position fasste sich DS7 ein Herz und schweißte das Spielgerät dermaßen in den Torgiebel, dass Fortunas Finanzministerin schon Angst und Bange wurde. Doch Platzwart Bernt war die Ruhe selbst. Offensichtlich hatte er nach den Erlebnissen der letzten Saison in Garbek seine Hausaufgaben in der Sommerpause gemacht und bereits auf feuerfeste Tornetze umgerüstet.

Noch von dieser einzigartigen Freistoßfackel geflasht und in bester Feierlaune verdüsten die Jungs vom Kalkbrenner regelrecht den Wiederanpfiff. Begünstigt durch eine misslungene Abseitsfalle und fehlende Abstimmung lagen die TuS-Kicker prompt wieder in Front und Fortuna musste erneut dem Rückstand hinterherlaufen. Die Gäste verpassten es, ihre Konter erfolgreich auszuspielen und wurden in letzter Minute noch um den Sieg gebracht. Eisenfuß Borrmann sah sich nun auch in der Offensive gefordert und prügelte das Leder in den gegnerischen Strafraum, wo Jan Ashouri – wie einst Frodo auf dem Weg durch Mordor – schlichtweg übersehen wurde und zum etwas glücklichen Ausgleich den Towart überlupfte.

Nach gespielten drei Spieltagen ist Fortuna nun zwar ungeschlagen – auf dem heimischen Kalkbrenner aber noch ohne Sieg. Über das Pokalspiel gegen Verbandsligist SC Rapid soll nun das nötige Selbstvertrauen geholt werden, um kommenden Sonntag gegen den Meisterschaftsfavoriten ATSV Stockelsdorf endlich die ersten drei Punkte daheim zu holen.

Wir bedanken uns beim TuS für das faire Spiel und freuen uns auf die Revanche im Marli-Stadion.

Am Ende noch eine Bitte an die Papparazzi, die laut Insiderinformationen Videomaterial vom Ausgleichstreffer an CR7 höchst selbst geschickt haben, damit dieser nach Dauerschleifenbetrachtung besser einschlafen kann. Wir haben da noch Bedarf für unsere Lehrvideobibliothek und würden uns über das filmische Meisterwerk freuen.

Für Fortuna wirbelten: Borrmann – Sommerfeld (46. Drinkgern), Benzin (C), Niels – Spohnholtz, Nissen – Schaffer, Scheel, Jung (88. Mansel) – Stagge (73. Golovkin), Ashouri